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05.02.2010 08:40
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Jeisterzoch en Kölle

Am 13. Feber lädt der Verein Ähzebär un Ko e. V. zum alljährlichen Geisterzug mit öffentlichem Geisterfest und Live-Programm.

Der Jeisterzoch 2010 steht unter dem Motto "Däm Agrippina ze Ihre - Vom Flottekastell noh dr Huhpotz" (für alle Nicht-Kölner: Agrippina zu Ehren). Die römische Kaiserin Agrippina die Jüngere wurde am 6.11. 15 n. Chr. in Köln geboren und erhob das von ihrem Großvater Agrippa gegründete Oppidum Ubiorum zu einer Colonia und somit zu einer der bedeutendsten Städte nördlich der Alpen. Damals nannten sich die Kölner "Agrippinenser" und feierten ihren Geburtstag jedes Jahr. Dazu erklärt Erich Hermans, Vorsitzender des Vereins Ähzebär un Ko e.V. und Initiator des Jeisterzochs in Kölle: "Sie war die einzige römische Kaiserin, die sich nicht durch ihren Mann definierte, sondern selber Politik machte."

Daher hat Hermans es sich zur Aufgabe gemacht, der Kaiserin jährlich Tribut zu zollen, um so die Stadtgründerin bekannter zu machen. Denn, so sagt er: "In Köln erinnert nur das Agrippina-Ufer an sie. Früher habe es immerhin einen Agrippinaplatz gegeben, der aber heute "An der Malzmühle" heißt. Es gibt eine Figur von ihr am Römerbrunnen, zwei Büsten im Römisch-Germanischen Museum, auch eine Figur am Ratsturm." Dennoch findet der Vorsitzende, dass dies zu wenig sei und träumt von einem Denkmal und einem großen Fest inklusive Ausstellung zum 2000. Geburtstag Agrippinas im Jahr 2015.

Davor freut man sich aber zunächst auf den Geisterzug 2010 am Karnevalssamstag, der vom römischen Flottenhafen in Alteburg durch Bayenthal und die Südstadt zur Hohen Pforte führen wird. Der Umzug endet am Waidmarkt, wo ab 19.00 Uhr die Bands Altreucher, Palm, Kölsche Adler, Jupp sowie Meddendrin, Familich und mehrere beim Geisterzug teilnehmende Sambagruppen das Publikum unterhalten werden.

Unterstützt wird das Fest von der Gaffel Brauerei, dem Brau- und Wirtshaus Gaffel am Dom, der Aktiv Getränkelogistik AG, dem Magazin Kölnhochelf, der LA COLONIA Sport Moda und Brennecke Harzer Wurstwaren. Somit ist für das leibliche Wohl vor Ort bestens gesorgt.

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