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Geusenfriedhof

Geusenfriedhof - Foto: Willy Horsch - Lizenz: GNU-FDL
Weit draußen vor der ehemaligen Kölner Stadtmauer, inzwischen mitten im Wohngebiet Weyertal, liegt der Geusenfriedhof. Er ist der älteste evangelische Friedhof des gesamten Rheinlandes.
Der Begriff „Geusen“ kommt aus dem Französischen und bedeutet Bettler. Das war die Bezeichnung für die aus den Niederlanden kommenden protestantischen Freiheitskämpfer, die sich unter anderem in Köln niederließen.

Reformation und Kämpfe


Im 16. Jahrhundert war ganz Europa in Aufruhr: Reformatoren wie Martin Luther haben Unmut bei den unteren Ständen erregt. Beichten, Ablass, immer teurere Zahlungen an Bischöfe und andere hohe Kirchenämter haben viele Leute in die Armut gestürzt. Bald kam es zu Kämpfen gegen die Obrigkeiten, die von den meisten Reformatoren, vor allem von Luther, absolut nicht gewollt waren. Eine tiefe Schlucht wurde zwischen den beiden Konfessionen gerissen, die so schnell nicht wieder gefüllt werden konnte.

Die in Köln regierenden Katholiken verbaten den Protestanten somit auch, dass sie auf einem katholischen Friedhof bestattet werden dürfen und verbannten ihre Toten auf den Elendsfriedhof. Doch 1584, 67 Jahre nach der Veröffentlichung der 95 Thesen Luthers, schaffte es die evangelische Gemeinschaft einen eigenen Friedhof außerhalb der Stadt zu gründen.

Erst 1794 konnten die Protestanten ohne Angst öffentliche Gottesdienste feiern, 1829 ihre Toten im Kölner Melatenfriedhof bestatten. Der Geusenfriedhof wird seit 1879 nicht mehr genutzt.

Ein Ort der Stille und Besinnung


Heute ist der Friedhof durch den Bau des evangelischen Krankenhauses etwa um die Hälfte kleiner geworden und seit 1871 unter Denkmalschutz. Die Kölnerin Elke Bendixen hat 2005 den Ehrenamtpreis der Stadt erhalten, weil sie sich aufopfernd für die Instandhaltung des Friedhofs, durch Gartenarbeit, Öffnung und Schließung und allem was so anfällt, einsetzt.

Die Grabsteine, die meist flach bzw. schräg liegen, enthalten viele kunsthistorisch wertvolle Darstellungen. Hauswappen, Todesdarstellungen, Bibelinschriften und alte Berufsbezeichnungen prägen die Inhalte der Steine.
Der Geusenfriedhof ist der ideale Ort für diejenigen, die die stille Geschichte der Stadt, außerhalb von Museen und dem Tumult der Innenstadt selber entdecken wollen. Um die Stille und die Sauberkeit zu bewahren, sollte man allerdings ohne Hunde, Fahrräder und andere Sportgeräte den Besuch antreten.

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